Die perfekte Melodie für den Golfschwung ist der Donauwalzer

Wer das sagt? Alice Cooper! Entdeckt von Frank Zappa und Jimy Hendrix, Vorbild für Frank N. Furter aus der Rocky Horror Picture Show, verewigt von Salvador Dalí und besungen von Frank Sinatra. Alice Cooper kennt jeden, er hat nahezu alles gesehen, was es zu sehen gibt – und spricht dennoch am liebsten über Golf. Grund genug, dem Handicap 2-Aficionado ehrfurchtsvoll und staunend zuzuhören.

  Rock’n’Roll macht mein Leben aus,
Golf hat mein Leben gerettet.

Alice Cooper: „Kurz vor seinem Tod traf ich Lou Reed, den ich von unserer gemeinsamen Zeit im Chelsea Hotel in New York kannte. Damals lebten wir gemeinsam mit Drogensüchtigen, Alkoholikern, Transvestiten, Nutten und lauter so Leuten wie uns. Nun, 40 Jahre später, fragte er mich, wie er seinen Golfschwung verbessern könne, und ich gab ihm Tipps zu seinem Griff. Das Gleiche mit Iggy (Pop).Wer hätte das je gedacht?“

 

Alice Cooper: „Ich wachte eines Morgens auf und erbrach statt dem üblichen morgendlichen Bier Blut. Das sieht zwar auf der Bühne toll aus, im Wohnzimmer macht es allerdings keinen Sinn. Ich beschloss, mich nicht aufzugeben, und suchte etwas, das mich erfüllt. Ich fand Golf. Rock’n’Roll macht mein Leben aus, Golf hat mein Leben gerettet. Man muss als Alkoholiker, der abends arbeitet, den Tag irgendwie hinter sich bringen, ohne zu trinken, man muss etwas finden, womit man seine Zeit verbringen kann. Im ersten Jahr nach meiner Sucht spielte ich täglich 36 Loch mit verschiedenen Pros – so hatte ich keine Zeit zum Trinken und nach einem Jahr Handicap 9. Ich ersetzte eine Sucht mit der anderen. Jeder, der den Ball zum ersten Mal richtig gut trifft und ihn Mitte Fairway landen sieht, wird bestätigen, dass dieser Moment süchtig macht.“

 

Alice Cooper: „Wenn ich mit Freunden Golf spiele, wette ich nicht gerne um Geld. Es verändert mein Spiel. Ich will nur Golf spielen. Und es ist mir egal, wie gut meine Mitspieler spielen. Viele Leute meinen, ich würde nicht gerne mit ihnen spielen, weil sie Handicap 15 oder 20 haben, aber das stört mich nicht, ich würde auch mit einem Handicap-200-Spieler spielen. Keith Richards wäre wahrscheinlich ein Handicap-200-Spieler. Mein Traumflight wären dennoch gute Spieler. Bob Hope, Bing Crosby, Dean Martin und Jerry Lewis, alles Single-Handicapper – alle Ikonen. Ich würde alle vier Bags auf einmal tragen, wenn ich 18 Loch mit ihnen gehen könnte. So viele Musiker und Schauspieler spielen gut. Obwohl, ich werde oft gefragt, wer der schlechteste Golfer ist, mit dem ich je gespielt habe, und dann sage ich meist, „Eddie Van -Halen ist ein großartiger Gitarrist.“

 

Alice Cooper: „Golf macht dermaßen süchtig. Wenn man 10 Schläge spielt und 8 davon waren schlecht, wird man sich dennoch nur an die beiden guten erinnern. Und das nächste Mal wird man 4 gute Schläge spielen, und dann irgendwann 6 – und so bleibt man süchtig. Es gibt eine wunderbare Geschichte von Fred Astaire, dem besten Tänzer aller Zeiten. WC Fields lud ihn ein, einige Golfbälle mit ihm zu schlagen, und Fred Astaire wollte nicht. Fields meinte, „Du bist ein Tänzer, du wirst wunderbaren Rhythmus haben und ein guter Spieler werden.“ Also probierte er es und wurde auf der Stelle süchtig. Er spielte so viel, dass er fast seine Karriere aufs Spiel setzte, er musste mit dem Golfspielen wieder aufhören. In unserer Branche ist es leicht, süchtig zu werden. Es ist nicht natürlich, Rock Star zu sein, niemand ist als Star geboren, man ist einfach eines Tages an dem Punkt und jeder weiß, wer man ist. Darauf muss man sich einstellen, es ist unnatürlich. Ich mache das jetzt seit 50 Jahren und es dauerte eine Weile, bis ich dafür dankbar war und verstanden habe, wer ich bin. Glaube niemals an deinen eigenen Hype. Auch nicht im Golf. Die meisten Menschen vergessen die Logik im Golf. Sie spielen einfach nicht genug. Wer nicht genug Zeit hat, sollte nie mit dem Golfspiel beginnen.“

 

Alice Cooper: „Ich spiele zu Hause in Phoenix ganz regelmäßig mit zwei Guinness-Weltrekordhaltern. Einer davon spielte bereits 46 Mal ein Hole in One. Wann immer er den Ball trifft, liegt er direkt rund ums Loch. Zwar kein schöner Schwung, aber sehr effektiv. Ich war bei sechs seiner Asse dabei. Ich spielte auch mit einem Mädchen, das zwei Holes in One auf einer Runde spielte – und sie war noch dazu ein Playboy-Bunny. Sehr cool, sehr außergewöhnlich, auch sehr schöner Schwung. Dadurch, dass ich so viel spiele, ist die Möglichkeit, ein Hole in One zu treffen, natürlich höher als bei vielen anderen Menschen. Ich hatte vier Holes in One und drei Mal einen Albatros. Natürlich nie absichtlich, es waren praktisch Unfälle. Niemand stellt sich mit Absicht hin und versucht einen Albatros zu schlagen. Ich habe einfach versucht, das Grün eventuell zu treffen. Vielleicht versucht es Tiger absichtlich.“

 


Ein eher ungewöhnliches Detail im Leben des Godfather of Shock Rock ist seine 2007 erschienene Autobiographie. „Alice Cooper, Golf Monster“ ist der Titel und „A Rock’n’Rollers 12 Steps to Becoming a Golf Addict“ ist der Untertitel des Buches. Man könnte meinen, als musikalisches Vorbild und Stilikone von Genera-tionen von Musikern und Künstlern wäre etwas Selbstbeweihräucherung auch nicht fehl am Platz – dennoch weit daneben. Mit viel Selbstironie und Liebe zum Detail beschreibt Alice Cooper seine -Lebensgeschichte – und seinen Golf—Fanatismus. • Alice Cooper ist nicht nur regelmäßiger Gast bei vielen Celebrity-Turnieren, sondern veranstaltet auch jährlich sein eigenes Charity-Golfturnier. Zu Gunsten seiner SOLID ROCK Foundation (alicecoopersolidrock.com) wird seit 1995 Geld gesammelt, um ein Teenager-Zentrum zu betreiben, das junge Menschen mittels einem breiten Angebot an Musik, Tanz und Kunst vom Leben auf der Straße fernhält. Das Projekt ist neben seiner täglichen Radioshow und den nahezu täglichen Golfrunden mit Freunden eines der Themen, die ihn zu Hause in Arizona am meisten beschäftigen. 

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